Derzeit verkennen die meisten deutschen produzierenden Fertigungsunternehmen die Innovationschancen, die Augmented-Reality-Technologien für die Fertigung bieten können. Zu diesem Ergebnis kommt der IT Innovation Readiness Index 2014, eine Follow-Up-Studie des unabhängigen Marktforschungsinstituts Pierre Audoin Consultants (PAC) im Auftrag der Freudenberg IT. Die Potenziale werden so gut wie nicht wahrgenommen, so glauben nur 5 Prozent der Befragten, dass sich damit Effizienzvorteile in der Produktion erzielen lassen.

Ein Trugschluss, wie bereits verfügbare praxistaugliche Augmented-Reality-Lösungen für die Industrie belegen. So ermöglicht Google Glass eine deutlich höhere Wartungseffizienz, indem beispielsweise der zuständige Techniker Störungsmeldungen direkt per Datenbrille erhält und beide Hände für die Störungsbeseitigung frei hat. Zusätzliche Informationen erhält der Mitarbeiter durch einen Internetzugang und kann sich per Live-Stream vom Service-Techniker anleiten lassen. Der Service-Techniker sieht über die integrierte Videokamera direkt das Problem und kann dem Mitarbeiter vor Ort entsprechende Anweisungen erteilen.

Solche Szenarien zeigen in welche Richtung sich mobile Technologien im Zuge der vierten industriellen Revolution weiterentwickeln können. Spätestens wenn auch intelligente Werkstücke im Sinne einer selbstregulierenden Produktionssteuerung autark mit Anlagen und Maschinen kommunizieren, wird dies völlig neue Dimensionen erreichen. Sowohl mobile Augmented Reality Devices als auch Werkstücke, die mit dem Internet der Dinge verknüpft sind, müssen künftig in das unternehmensweite Mobile Device Management mit einbezogen werden. Und was heute noch wie Science Fiction klingt wird morgen dank der tiefgreifenden Veränderungen in der Fertigung schon State of the Art sein.

Horst Reichardt

Posted by Horst Reichardt

CEO der Freudenberg IT

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