Hubert Burda Media (HBM) zählt zu den größten deutschen Verlags- und Medienkonzernen mit den Hauptstandorten Offenburg, München und Hamburg. Die Unternehmensgruppe beschäftigt mehr als 10 300 Mitarbeiter, die 2014 einen konsolidierten Außenumsatz von knapp 2,5 Milliarden Euro erwirtschafteten. Davon entfielen 1,3 Milliarden Euro auf den Bereich „Digitalmarken national“, 649 Millionen Euro auf den Bereich „Medienmarken national“, 330 Millionen Euro auf den Bereich „Medienmarken international“ sowie 158 Millionen Euro auf den Bereich „Druck“.

Im Konzernabschluss 2014 ist zu lesen: „Hubert Burda Media ist ein international agierendes Medienunternehmen, dessen Produkte sich an den Bedürfnissen der Konsumenten ausrichten. Mit rund 500 Medienprodukten strebt Hubert Burda Media in verschiedenen Ländern und Märkten führende Positionen an oder besetzt sie bereits.“

Auf dem Weg zu einem kundenorientierten Unternehmen sammelt HBM verschiedenste Informationen zum Nutzungsverhalten von 27 Millionen Unique Usern des Konzernnetzwerkes. An das HBM Netzwerk sind über 100 verschiedene Domains angebunden, darunter Focus, Bunte, Xing, Elle, Chip und ElitePartner.de.

HBM Konzern

Durch die HBM-Angebote und den anfallenden Web-Traffic entsteht eine große Datenbasis:

Datenbasis

  • 3 Terabyte Rohdaten im Monat
  • 35 Mrd. Events im Jahr
  • 3 Mrd. Events im Monat
  • 779 Mio. Active Cookies im Jahr
  • 711 Mio. Page Views im November 2014
  • Bis zu 110 Mio. Unique Cookies im Monat
  • 400 Mio. gespeicherte Nutzungsdatenprofile
  • 114 Mio. gemessene Unique Users pro Monat
  • ~27 Mio. Nutzungsdatenprofile

Aufbauend auf der gesammelten Datenbasis werden verschiedene mehrwertbringende Services für HBM angeboten:

HBM Services

Um Mehrwerte aus Big Data zu generieren, ist der Einsatz entsprechender Personen und Technologien in den Unternehmen erforderlich:

HBM Ökosystem

An HBM wird das umfassende Big Data Ökosystem sichtbar:

  • Handhabung und Verwertung von Web-Traffic
  • Schaffungen von personalisierten Angeboten und Weitermpfehlungen durch Kundensegmentierung auf granularer Ebene
  • Zusammenspiel von Management und IT

Sie erinnern sich vielleicht an die vorangegangen Beiträge über Shazam, Ray Ban und Netflix. Diese drei Unternehmen aus den Creative Industries haben einen gemeinsamen Nenner: Ausgeprägte Kundenorientierung durch Vorhersageanalysen. Am Beispiel HBM wird sichtbar, welche Mechanismen dahinter stecken. Datenbasierte Personalisierung setzt ein umfassendes Management von Kundenerfahrungen auf allen digitalen Kanälen voraus. IT-Lösungen wie Vorhersageanalysen werden damit zum Rüstzeug für Entscheider und stellen die Weichen für erfolgversprechende Big Data-Projekte.

Quellen:

  • Gerhard Thomas: „Big Data bei Hubert Media“, Münchner Kreis: Fachkonferenz „Medienindustrie neu interpretiert“, 12.5.15.
  • Hubert Burda Medien Holding Kommanditgesellschaft: Konzernabschluss 2014.
Erich Renz

Posted by Erich Renz

Ever since he took up his studies of the Creative Industries in Mannheim (GER), Erich has been devoting himself to the impact of arts, media and design on both society and economy. His pursuit of research brought Erich to Brisbane (AU) and Amsterdam (NED). At Queensland University of Technology he assessed Indonesia’s government-led creative-transformation. Furthermore, he published a paper on creative city making at the University of Applied Sciences in Amsterdam in which he examined the influence of creative and knowledge-workers on Amsterdam’s thriving “Knowledge Mile”. In doing so, he developed a toolkit for analysing business models of enterprises based solely on information available on their respective online presence. Meanwhile Erich has returned to Munich (GER) to finish his Master’s thesis on data-driven product and business model development in the Creative Industries.

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